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Den Arbeitsmarkt erobern: EinführungÜber 200.000 Absolventen verlassen jährlich die Hochschulen, in der Tasche ein Diplom, das Staats- examen oder gar den Doktorgrad – und die nächste Hürde schon wieder vor sich. »Studieren allein genügt nicht, um beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben«, meldet das Nachrichtenmagazin Focus auf der Basis einer Umfrage bei 150 Unternehmen, und Start, »Das Magazin für Ausbildung, Beruf und Karriere«, assistiert: »...der Jobeinstieg für Akademiker [war] nie so kompliziert wie heute«. »Internationaler Wettbewerb«, »Innovationsdruck«, »neue Formen der Arbeitsorganisation« werden zitiert, um anschließend den Superstudenten zu fordern – »interdisziplinär, interkulturell und immer informiert«. Die – durchaus positive – Kehrseite der Medaille: Die Arbeitslosenquote unter Uniabsolventen und FH-Abgängern war selbst in den schwierigen Achtziger- und Neunzigerjahren deutlich niedriger als in der Gesamtbevölkerung; inzwischen gibt es wahre Mangelfächer. »Studieren lohnt sich«, lautet daher die aktuelle Parole, nachdem noch vor wenigen Jahren eine Akademikerschwemme befürchtet wurde. Dazu passt: Nach einem halben Jahr Stellensuche haben drei Viertel aller Absolventen den Fuß in der Tür und den Arbeitsvertrag in der Tasche. Informatiker, Ingenieure und Juristen sind mit zwei bis drei Mona- ten vom Examen bis zum ersten Arbeitstag sogar schneller, während Germanisten oder Sozialwissen- schaftler im Durchschnitt etwas länger suchen. Die Monate bis zum Jobeinstieg dürften allerdings für die meisten
Bewerberinnen und Bewerber zu den spannendsten und mitunter auch frustrierendsten
Zeitspannen ihrer Berufslaufbahn gehören. Tut man genug? Tut man das Richtige?
Welche Wege könnte man noch beschreiten? Hat man sich im Bewer- bungsverfahren
optimal »verkauft«? Wie rafft man sich zur nächsten Aktion
auf, wenn gerade einmal wieder ein großer Umschlag im Briefkasten landete
und man die Floskeln der Absagebriefe längst aus- wendig kennt? |
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